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Fahrzeuglackierer/-in

Fahrzeuglackierer/innen arbeiten in reinen Fahrzeuglackierbetrieben oder Karosseriewerkstätten mit einer komplett eingerichteten Lackiererei, aber auch in der Fahrzeug- oder Flugzeugindustrie.

 

Folgende Inhalte gehören zum Arbeitsbereich des Berufes:

• Demontage und Montage von Fahrzeugteilen
• Ausbeulen von beschädigten Fahrzeugteilen
• Spachteln und Füllern der beschädigten Flächen
• Korrosionsschutz
• Hohlraumkonservierung
• Reparaturlackierung
• Instandhaltung und Instandsetzung
• Design-, Effekt- und Sonderlackierung
• Fahrzeugbeschriftung
• Außenwerbung / bewegliche Werbeträger

Lackierpistolen

 

Lackieren verbindet Handwerk, Technik und Gestaltung. Fahrzeuglackierer/innen haben die Möglichkeit bei der Applikation von Werbemotiven, beim Schriftdesign oder bei der individuellen Bildgestaltung auf Fahrzeugen, Kraftfahrzeugen, Motorrädern, Schutzhelmen und vielem mehr ihre künstlerischen Fähigkeiten zu entwickeln und umzusetzen. Gefragt sind Kreativität, Augenmaß, eine geübte Hand und ein sicheres Gefühl für Farben und Formen. Den eigenen Ideen sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Im Unterricht als auch in den Prüfungen sind die Inhalte nach Lernfeldern unterteilt.

Berufsbild auf Handwerk.de

 

 

Aufnahmevoraussetzungen

Der mindestens neunjährige Besuch einer allgemein bildenden Schule ist Voraussetzung. Ein Hauptschulabschluss ist zwar nicht vorgeschrieben, aber die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass er für eine erfolgreiche Ausbildung unerlässlich ist. Die wichtigste Bedingung für eine Aufnahme in die Berufsschulklasse ist aber ein Ausbildungsvertrag mit einem zur Ausbildung von Fahrzeuglackierern berechtigten Lackierbetrieb. Mögliche Ausbildungsbetriebe findest du unter der Rubrik "Ausbildungsbetriebe".

 

Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist von Beginn an dual organisiert, d.h. die Ausbildung erfolgt in Ausbildungsbetrieben und an ein, bzw. zwei Tagen in der Berufsschule. In der BBS Papenburg werden die Fahrzeuglackierinnen und Fahrzeuglackierer im ersten Lehrjahr zusammen mit den Malern und Lackierern unterrichtet.

Ab dem 2. Lehrjahr erfolgt die Spezialisierung ein einer gesonderten Fahrzeuglackiererklasse.

 

Unterrichtsfächer und Lernfelder

Der fachtheoretische Unterricht erfolgt seit einigen Jahren nicht mehr in einzelnen Unterrichtsfächern sondern in Lernfeldern. In den einzelnen Lernfeldern werden Mathematik, technisches Zeichnen, Grundlagen der Physik und Chemie ebenso eingebunden wie Umwelt-, Arbeits- und Sachwerteschutz. Daneben werden hier die fachgebundenen Lerninhalte vermittelt.

Darüber hinaus wird in den Fächern Deutsch/ Kommunikation und Politik unterrichtet.

 

Prüfungen

Nach der Verordnung über die Berufsausbildung im Lackierergewebe bzw. der Prüfungsordnung sind folgende Prüfungen abzulegen und Abschlüsse zu erreichen:

Nach 18 Monaten legen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung ab. Nach drei Jahren erfolgt die Gesellenprüfung. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn sowohl in dem theoretischen (Kenntnisprüfung) wie auch dem praktischen (Fertigkeitsprüfung) Prüfungsteil jeweils ausreichende Leistungen erbracht werden.

Bei guten Leistungen in beiden Teilen der Zwischenprüfung (Kenntnis- und Fertigkeitsprüfung) ist auf Antrag eine Verkürzung der Ausbildung um ein halbes Jahr möglich.

 

Abschlüsse und Berechtigungen

Die bestandene Prüfung nach drei Ausbildungsjahren (Gesellenprüfung) ist in der Vergangenheit aufgewertet worden. So ist die bestandene Gesellenprüfung in Verbindung mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule dem Sekundarabschluss 1 (mittlere Reife) gleichgestellt und berechtigt zum Besuch der Fachoberschule Klasse 12. Bei besonders guten Leistungen kann sogar der erweiterte Sekundarabschluss 1 und damit die Berechtigung zum Besuch des Beruflichen Gymnasiums erworben werden. Beide Schulformen werden an der BBS Papenburg angeboten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Meister- oder Techniker Schule zu besuchen.

 


Lackierpistole

 

Ausbildungsbetriebe

 

Einige mögliche Ausbildungsbetriebe für die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer findest du unter dem folgenden Link. Neben den Innungsbetrieben gibt es auch einige Betriebe, die nicht der Innung angehören. Deren Adressen erhältst du auch bei der Agentur für Arbeit.